Gesunde Ernährung
Brombeeren

Brombeeren sind lecker und gesund / Foto © iStock, mediaphotos

Mit feinen Rezepten

Brombeeren – kleine Vitaminbomben für unsere Gesundheit

  • Artikel vom 11. August 2017

Brombeeren finden wir vor allem lecker. Doch noch in der Antike galten sie als Medizin. Kein Wunder: Die Früchte sind ausgesprochen gesund.

Brombeeren pflücken ist gar nicht so einfach – wegen der vielen feinen Dornen, mit denen jedes noch so kleine Zweiglein der Pflanze versehen ist.. Doch die Mühe lohnt sich: Dank köstlichem Geschmack, vieler Vitamine und wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Und schlank ist sie auch noch: 100 Gramm Brombeeren liefern rund 40 Kalorien (kcal) und rund 4 Gramm Ballaststoffe.

Steckbrief Brombeere – wertvolle Inhaltsstoffe

Die Liste der Inhaltsstoffe beeindruckt und ist ein gesunder Cocktail aus den besten Antioxidantien, also Wirkstoffen, die unsere Zellen schützen:

• Provitamin A
• B-Vitamine
• Vitamin C
• Vitamin E
• Eisen
• Magnesium
• Mangan
• Gerbstoffe
• Ballaststoffe
• Anthocyane (natürlicher Pflanzenfarbstoff, verantwortlich für die dunkel-violette Farbe der Brombeeren)

Schutz vor Krebs und Arteriosklerose?

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Anthocyane gegen Entzündungen wirken und dabei auch die Entwicklung von Krebs beeinflussen können. Außerdem können diese Polyphenole die Blutgefäße schützen, also Arteriosklerose und Thrombose vorbeugen.

Das wussten vermutlich bereits die Ärzte im antiken Griechenland. Schon damals schätzten die Menschen Brombeeren als Heilpflanze und übrigens auch den Tee aus getrockneten Brombeerblättern. Die Hauptanwendungsgebiete von Brombeersaft und Brombeertee in der Pflanzenmedizin:

• Gallensteine
• Magenbeschwerden
• Blasen- und Nierenleiden
• Zahnfleischentzündungen

Botanische Besonderheit

Das Wort Brombeeren kommt vom Althochdeutschem Brambere, was so viel wie Beere des Dornstrauchs bedeutet. Ursprünglich stammt die Brombeere aus Osteuropa und Nordamerika. Botanisch zählt sie zur großen Familie der Rosengewächse. Dabei gibt es zwei Sorten von Brombeeren: aufrecht wachsende und rankende.

Blütezeit der Brombeere ist das späte Frühjahr, die Ernte der Früchte kann von August bis Oktober reichen. Was jedoch vermutlich die wenigsten wissen: Bei Brombeeren handelt es sich streng genommen nicht um Beeren, sondern um sogenannte "Sammelfrüchte". Jedes kleine Kügelchen der Brombeere ist eine einzelne Frucht mit winzigem Kern, gemeinsam sitzen sie eng auf dem zapfenförmigen Fruchtboden.


Foto © iStock, digihelion

Brombeeren pflanzen

Brombeeren lassen sich relativ einfach selbst anbauen, sie sind robust und genügsam. Kaufen Sie am besten im Frühjahr eine Jungpflanze und setzten Sie den Wurzelknollen in gut durchfeuchtete Erde an einen sonnigen Platz. Nach dem Einpflanzen schneiden Sie die Brombeeren falls nötig auf 30 Zentimeter zurück.

Weil Brombeeren rasch wachsen und sich sehr ausbreiten, sollten Sie zwischen den Pflanzen auf größeren Abstand achten – mindestens einen Meter. Um zu verhindern, dass die Wurzeln unterirdisch den ganzen Garten erobern, ist eine Wurzelsperre sinnvoll. Das kann etwa feste Teichfolie sein, die Sie bis in eine Tiefe von 30 Zentimetern platzieren. Diese geringe Tiefe reicht, weil Brombeeren flach wurzeln.

Brombeeren wachsen schnell und fordern viel Platz. Ein Spalier und feste Drähte sorgen dafür, dass die Brombeeren nicht wild wuchern und richtig „erzogen“ werden. Zusätzlich sollten Sie im Herbst die Pflanze bis kurz über dem Boden zurückschneiden, nur die kräftigsten drei bis sechs Ruten stehen lassen und auch diese bis auf zwei Augen zurückschneiden.

Wenn Sie Glück haben, können Sie bereits im ersten Jahr ab August ernten, sonst im Folgejahr. Übrigens gibt es seit kurzem dornenlose Züchtungen. Empfehlenswert sind etwa die Sorten Loch Ness und Lubera Navaho. Andere Brombeer-Fans sind jedoch davon überzeugt, dass die alte Dornensorte Theodor Reimers im Geschmack nicht von den Neuzüchtungen übertroffen wird.

Die besten Brombeer-Rezepte


Foto © iStock, SKatzenberger

Brombeer-Smoothie

1 Handvoll Brombeeren
1 Handvoll Himbeeren
1 Banane
Honig und Mineralwasser nach Belieben

Zutaten in einen Mixer geben und pürieren.

Salat mit Brombeeren und Ziegenbällchen

250 gr Ziegenfrischkäse
etwas Honig
150 gr Vollkornbrot
1 kleiner Kopfsalat
1 Radicchio
150 gr Brombeeren
weißer Balsamicoessig
Olivenöl
Salz Pfeffer

Zerkleinern Sie das Vollkornbrot im Mixer grob. Rösten Sie die Brot-Brösel in einer Pfanne ohne Fett, abkühlen lassen. Verrühren Sie den Ziegenkäse mit Honig, formen Sie die Käsecreme mit der Hand zu kleinen Kugeln und wälzen Sie diese in den Vollkorn-Bröseln. Putzen, waschen und trocken Sie die Salate, zerpflücken und verteilen Sie diese auf vier Tellern. Aromatisieren Sie den Salat mit einer Vinaigrette aus Öl und Essig, abgeschmeckt mit Pfeffer und Salz. Verteilen Sie nun die Ziegenkäsebällchen und die Brombeeren auf dem Salat – ein hochsommerlicher Genuss!


Foto © iStock, simonep

Brombeer-Schmand-Kuchen

Für den Teig:
200 gr Mehl
125 gr Butter
50 gr gemahlene Mandeln
75 gr Zucker
1 Prise Salz

Für den Belag:
500 gr Schmand
50 – 75 gr Zucker
etwas Vanille
4 Eier
500 gr Brombeeren (oder 200 gr Brombeeren und dazu 300 gr rote und schwarze Johannisbeeren – siehe Bild oben)

Aus den Mehl, Butter, Zucker und Mandeln einen Mürbeteig bereiten, eine halbe Stunde kalt stellen. Danach ausrollen und eine gefettete Springform damit auslegen. Bei 175 Grad im Ofen fünf Minuten vorbacken. Inzwischen den Schmand mit Eiern, Zucker und Vanillemark verrühren, danach auf den Mürbeteig gießen, die Brombeeren darüber verteilen und nochmals bei 175 Grad eine gute halbe Stunde backen lassen.

Brombeer-Schokoladen-Tarte

150 gr Zartbitterschokolade
100 gr Butter
4 Eier
150 gr Zucker
100 gr gemahlene Mandeln
2 Esslöffel Kartoffelmehl, aufgelöst in 4 Esslöffel Brombeerlikör (oder Cassislikör)
150 gr Brombeeren

Schokolade klein hacken und mit der Butter in der Mikrowelle schmelzen lassen. Die Masse etwas abkühlen, dann Eier, Zucker und Mandeln unterrühren, zum Schluss den Likör mit Kartoffelmehl. Eine gefettete Tarteform mit dem Schokoteig füllen und einen Großteil der Brombeeren darauf verteilen, bei 200 Grad etwa 25 Minuten backen. Den Kuchen auskühlen lassen, mit Schlagsahne und dem Rest der Brombeeren garnieren – und schmecken lassen!

Der Klassiker unter den Rezepten mit den dunklen, süß-sauren Früchten ist unbestritten Brombeer-Marmelade. Hier das Rezept:


Foto © iStock, SKatzenberger

Brombeer-Marmelade

1500 gr frische Brombeeren
500 gr Gelierzucker (1:3)

Brombeeren verlesen, Blätter mit Zapfen entfernen und waschen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zusammen mit dem Zucker in einen großen Topf geben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Wenn Blasen aufsteigen, die Marmelade drei Minuten richtig kochen lassen.

Mit einem kleinen Löffel etwas Marmelade entnehmen, auf einem kalten Teller geben und abwarten, ob sie gleich geliert, also fest wird. Gelingt diese Gelierprobe (wenn nicht, noch kurz weiterkochen und erneut testen), können Sie die heiße Fruchtmasse in gut ausgespülte und sterile Marmeladengläser abfüllen, sie mit dem Deckel gut verschließen und kurz auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht und die Deckel dicht abschließen.

Brombeer-Gelee

Manchen sind die Kernchen der Brombeeren in der Marmelade unangenehm. Für Sie ist Brombeer-Gelee ideal.

1 kg Brombeeren
500 gr Gelierzucker (1:2)

Brombeeren mit Zucker aufkochen, durch ein feines Sieb streichen. Nochmals kurz aufkochen und in gut gespülte Schraubgläser füllen, fest verschließen, kurz auf den Kopf stellen.

Quellen: Nährwertrechner, Lebensmittellexikon

Autor: Monika Preuk